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Japanische Gruppe begeistert mit fernöstlichen  Kulturdarbietungen

22. August 2017

Einen Abend mit außergewöhnlichen Darbietungen fernöstlicher Kultur  konnte dieser Tage der Lions Club der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim präsentieren. Hierzu begrüßte Präsident Harald Süß sichtlich erfreut eine zehnköpfige japanische Kulturgruppe aus Tokio , deren Mitglieder es sich hobbymäßig zum Ziel gesetzt haben, japanisches Brauchtum weltweit auf ihren privat organisierten Reisen zu zeigen. Den Kontakt zur Leiterin der Gruppe hält Harald Süß seit 35 Jahren, er hatte sie seinerzeit bei einem Besuch Tokios kennengelernt.

Nach einer kurzen Vorstellung der Gruppe durch deren Sprecherin Tomoe Urasaki, die in Tokio eine englische Sprachschule betreibt, folgte als Erstes ein musikalischer Teil. Wer  jedoch zunächst ein typisch japanisches Lied erwartet hatte wurde überrascht, denn es ertönte das  „Loreleylied“, das man zur Erinnerung  extra für die deutschen Gastgeber einstudiert hatte. Sehr eindrucksvoll waren danach die japanischen Lieder, zum Schluss überraschte die Gruppe wieder auf deutsch mit "So ein Tag…".
Kimiko und Sachiko demonstrierten anschließend mit weiblicher Anmut, wie  aus einem Bambusgeflecht in Sekundenschnelle kunstvolle Bilder geformt werden können, unter anderem ein deutsches Hausdach oder ein Regenbogen.
Imaginär wurde es anschließend, als Hideyuki, einer der drei männlichen Mitglieder der Gruppe, mit Gesten und toller Mimik einen fiktiven heißen Gegenstand anfasste, aus einer Schale Suppe löffelte  oder als Höhepunkt einen Autounfall mit einem Affen imitierte.
Tradition in Japan ist auch das  Jonglieren mit hölzernen Spielzeugen. So muss eine Kugel an einer Schnur mit viel Geschick auf eine Holzplattform gebracht oder die Kugel mit einer Einkerbung auf einen Holzzapfen exakt aufgesetzt werden. Das Publikum, das hier mit einbezogen wurde stellte sehr schnell fest, dass dies eine enorme Geschicklichkeit verlangt.

Vielfältige Variationen des japanisches Kimono mit fröhlichen Farben, der aus 12 und mehr Teilen besteht und heutzutage zu besonderen Anlässen getragen wird, waren bei der anschließenden Vorführung von Sada zu bestaunen. Fast schon eine Kunst ist das Binden des zugehörigen Obi, einer Art Schärpe oder breiter Gürtel, der um die Hüfte geschlungen wird.
Zwei junge männliche Mitglieder der Gruppe führten dann typische japanische Kampfsportarten vor, die von lauten Kampfrufen begleitet werden, an deren Ende aber immer die gegenseitige Respektbezeugung für den Gegner steht.
Erstaunt war das deutsche Publikum auch über die Art, wie die Japaner Geschenke stilvoll in schön gestaltete Seidentücher verpacken oder wie sie mit größeren Tüchern, etwa der halben Größe einer Tischdecke, geschickt modische Umhängetaschen formen. Kunstvolle Knoten sind hier immer mit dabei und Fingerfertigkeit ist gefragt.

Sichtlich stolz waren die japanischen Gäste abschließend darauf, die Zubereitung ihres Nationalessens Sushi durch Sachiko  zeigen zu können. Grundlage hierzu ist erkalteter, gesäuerter Reis, der mit Zutaten wie rohem  oder geräuchertem  Fisch, rohen Meeresfrüchten, Tofuvarianten, Ei oder Gemüse versehen wird. Das Ganze wird auf ein Seetangblatt, das Nori gelegt, mit einer Bambusmatte gerollt bzw. gepresst  und danach in kleine Stückchen portioniert. „Sehr gesund – very healthy“ sei dieses Essen, darauf wiesen die japanischen Frauen immer wieder hin.
Dass das frisch zubereitete Sushi vorzüglich schmeckt, davon konnten sich die Besucher der Lions-Veranstaltung anschließend ausgiebig überzeugen.

Präsident Harald Süß schloss den Abend mit einem großen Dank und riesigem  Applaus des Publikums an die japanische Kulturgruppe, die bleibende Eindrücke über japanisches Leben und Brauchtum in Hockenheim hinterlassen hat.

©2019 Lions Club Hockenheim